Neue Zahlen

Mehr sexuelle Übergriffe in Berlin an Silvester

BERLIN. In der Silvesternacht ist es in Berlin zu mehr sexuellen Übergriffen gekommen als bisher angenommen. So sei es in der Hauptstadt zum Jahreswechsel zu 37 Anzeigen wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gekommen, heißt es in einer Antwort der Polizei auf eine Anfrage der Berliner Morgenpost.

Bisher war von offizieller Seite immer von 13 Übergriffen die Rede gewesen. Damit liegt die Zahl der gemeldeten Sexualstraftaten sogar höher als zum Jahreswechsel 2016/17. Damals hatte es 35 Anzeigen wegen vergleichbarer Delikte gegeben.

FDP-Politiker: „Die Präventionsarbeit hat nicht gut funktioniert“

Bekannt geworden waren die höheren Zahlen durch eine Anfrage des FDP-Innenexperten Marcel Luthe an den Berliner Senat. Die Zahlen, die er von der Innenverwaltung genannt bekam, sind laut Morgenpost aber durch weitere Anzeigen inzwischen veraltet erfuhr die Zeitung von der Polizei.

Zusammengenommen wurden zum Jahreswechsel laut Polizei knapp 3.100 Straftaten angezeigt und damit etwa genau so viele wie 2016/17 (3.082). „Die Zahlen zeigen erneut, daß es Kriminalitätsschwerpunkte gibt“, sagte Luthe der Morgenpost. „Die Präventionsarbeit hat also nicht gut funktioniert.“

Erstmals gab es auf der Silvestermeile am Brandenburger Tor im vergangenen Jahr eine sogenannte „Women’s Safety Area“. Dort konnten sich Frauen melden, die sich sexuell belästigt fühlten. Das Angebot war von fünf Frauen in Anspruch genommen worden. (tb)

Polizisten in der Silvesternacht am Brandenburger Tor Foto: picture alliance/ dpa

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