Antisemitismus-Debatte

Israel-Hasser wollen gegen „Blutsauger“ und „Parasiten“ demonstrieren

Deutschland diskutiert über Antisemitismus unter moslemischen Einwanderern. Am Mittwoch ruft die jüdische Gemeinde in Berlin dazu auf, bei einer Kundgebung aus Solidarität mit Juden eine Kippa zu tragen. Anlaß ist unter anderem der Übergriff auf einen jungen Kippaträger.

Doch schon in der kommenden Woche wollen auch linksextreme Israel-Hasser in der Hauptstadt demonstrieren und „ein Zeichen“ setzen. Die Gruppierung „Jugendwiderstand Neukölln“ ruft „heraus zum roten 1. Mai“.

Es sei Zeit für den Kampf „gegen Ausbeutung und Unterdrückung“. Und wo linksextreme Revolutionsromantiker demonstrieren, da ist der Haß auf Israel nicht weit. „Das palästinensische Volk bezahlt aktuell den ungebrochenen Widerstand gegen den zionistischen Brückenkopf Israel mit neuen Märtyrern“, beklagen die Initiatoren. Deshalb müsse man sich mit den Palästinensern solidarisch zeigen.

„Ausbeuter, Schmarotzer und Blutsauger“

Es sei wichtig, „den Klassenhaß auf die Ausbeuter, Schmarotzer und Blutsauger zu stärken; auf die Parasiten, die auf unsere Kosten und vor allem auch auf die Kosten der Völker der Welt in unfaßbarem Luxus, ungeheurem Reichtum, in Überfluß und Verschwendung leben“.

Es sei Zeit für Klartext, betont die Gruppierung. Man werde kein Blatt vor den Mund nehmen. „Zwischen Proletariat und Bourgeoisie kann es keinen Frieden geben!“

Es ist nicht das erste Mal, daß „Jugendwiderstand Neukölln“ mit Anti-Israel-Parolen auf sich aufmerksam macht. Im vergangenen Jahr posierten Mitglieder der Gruppe, der vor allem arabischstämmige und türkische Jugendliche angehören, vor einer Palästinenserflagge mit Hammer und Sichel, auf der stand: „Fick Israel und die USA“.

Aufruf der Gruppierung „Jugendwiderstand Neukölln“ Foto: jugendwiderstand.blogspot.de

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