Krisenherd Asylunterkünfte

Flüchtlinge randalieren in Cottbus, Göttingen und Potsdam

COTTBUS/ GÖTTINGEN Eine Reihe gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Asylbewerbern hat am Dienstag zu einem Großeinsatz der Polizei in Cottbus geführt. Die Ausschreitungen seien in einer Unterkunft für Flüchtlinge ausgebrochen, teilte die Polizei Brandenburg mit.

Zwei Gruppen von jungen Tschetschenen und Afghanen seien am Dienstagabend vor der Einrichtung miteinander in Streit geraten. Dabei habe einer der tschetschenischen Asylbewerber eine Stichwunde, zwei weitere Prellungen und Kopfverletzungen erlitten. Die drei Personen sowie drei Afghanen kamen laut Polizei in eine Klinik zur Behandlung. Dort soll es zu weiteren Angriffen der Asylbewerber untereinander gekommen sein.

Kurz darauf mußte die Polizei am Brandenburger Platz in Cottbus zu weiteren Einsätzen wegen gewalttätiger Ausländer ausrücken. Dabei sei ein Syrer von einem Afghanen mit Pfefferspray angegriffen und verletzt worden.

Cottbusser Polizei war im Großeinsatz

Um der Situation Herr zu werden, seien „alle verfügbaren Kräfte der Polizeidirektion Süd, der Bereitschaftspolizei und ein Polizeihubschrauber nach Cottbus beordert“ worden. Es habe 26 Festnahmen gegeben.

Ebenfalls am Dienstag mußten 40 Polizisten einen Aufruhr in einer Flüchtlingsunterkunft in Göttingen beruhigen. Dort sei es zu Tumulten gekommen, als eine Asylantengruppe gegen die Verlegung eines Mitbewohners protestiert haben soll. Die Flüchtlinge hätten die eintreffenden Beamten mit Brettern und Fahrrädern beworfen, berichtet der NDR. Mehrere Verfahren gegen die Randalierer sollen eingeleitet worden sein.

In Potsdam hat die Polizei am Dienstagnachmittag einen Asylbewerber angeschossen, der die Beamten mit einem Messer attackierte. Nachdem der 24jährige aus dem Tschad zunächst mit einer Holzlatte um sich geschlagen habe, sei er mit einem Messer auf die Polizisten losgegangen. Er wurde laut Polizei in ein Krankenhaus gebracht und soll ein bekannter Gewalttäter sein. (ag)

Polizeibeamte führen zwei Nigerianer ab (Archivbild) Foto: dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load