Asylbewerber in der Bayernkaserne: Frauen verprügeln Mitarbeiter Foto: picture alliance / dpa
Bayern

Wohnungen gefordert: Asylbewerberinnen verprügeln Helfer

MÜNCHEN. Eine Gruppe nigerianischer Asylbewerberinnen hat einen Mitarbeiter der Inneren Mission in der Bayernkaserne angegriffen und verprügelt. „Es tat weh“, schilderte George B. den Überfall gegenüber der TZ. Eine der Frauen würgte ihn mit seinem eigenen Schal. Er habe sich aber instinktiv nicht gewehrt, wohl weil er niemanden weh tun wollte. „Es war nicht verständlich, was sie wollten, es war nur Geschrei.“

Erst die hinzugerufene Polizei konnte die Lage beruhigen. Die Situation eskalierte, als die rund fünfzehn bis zwanzig Frauen zur Beratung erschienen und eine eigene Wohnung fordeten. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hielten einige ihre Babys hoch und drohten damit, diese auf den Boden fallen zu lassen, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Gegen vier Nigerianerinnen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Massenschlägerei

„Das ist eine komplett neue Dimension“, zeigte sich der Vorstand der Inneren Mission, Günther Bauer, bestürzt. Es sei das erste Mal, daß ein Mitarbeiter angegriffen worden sei. Prügelopfer George B. habe nach der Attacke nur wenige Stunden schlafen können. „Wir müssen uns die Ursachen ansehen, warum so etwas passiert. Da hat sich eine Situation entzündet bei einer Gruppe von Frauen, die wohl die belastende Lebenssituation dort nicht mehr erträgt“, sagte er der TZ.

In der Asylbewerberunterkunft auf dem Gelände der Bayernkaserne kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Erst am Dienstagabend brach eine Massenschlägerei mit fünfzig Beteiligten aus. Eritreer und Pakistanis waren nach einem Streit über erwärmte Milch in der Mikrowelle aufeinander losgegangen. Ein 24 Jahre alter Eritreer erlitt einen Augenhöhlenbruch, ein 27 Jahre alter Landsmann eine Platzwunde und eine Verstauchung. (FA)

Asylbewerber in der Bayernkaserne: Frauen verprügeln Mitarbeiter Foto: picture alliance / dpa

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