Prozeß in Berlin

Frauen attackiert: Angeklagter beruft sich auf Notwehr

BERLIN. Ein wegen mehrerer Messerattacken auf Frauen vor Gericht stehender Angeklagter hat sich in Berlin am Montag auf „Notwehr“ berufen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27 Jahre alten Tarik A. vor, Anfang des Jahres vier Frauen mit einem Messer attackiert zu haben.

Laut Anklage soll A. am 13. Februar eine 30jährige Frau grundlos in den Oberschenkel gestochen haben. Wenige Minuten danach habe er eine 34 Jahre alte Passantin, die ihr Baby vor dem Bauch trug, attackiert. Nur wenige Minuten später rammte er einer 29jährigen ein Messer in den Oberschenkel.

„Ich habe nur zwei oder drei Frauen geboxt“

Nachdem A. am 16. Februar erneut einer Frau ein Messer ins Bein sticht, wird er von der Polizei festgenommen. Vor Gericht räumte er die letzte Tat ein, gab jedoch an, in Notwehr gehandelt zu haben, berichtet die BZ. „Die Frau hat mich verfolgt. Ich fühlte mich bedroht.“ Das Opfer habe angeblich die Entführung seiner Familie geplant.

Zudem gestand er, im vergangenen Dezember einer Schwangeren die Nase gebrochen und mehrere Frauen verprügelt zu haben. „Ich habe nur zwei oder drei Frauen geboxt, nichts Großartiges“, rechtfertigte sich der Angeklagte.

Da der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen einer „akuten psychotischen Störung“ nicht schuldfähig ist, muß das Gericht nun entscheiden, ob Tarik A. nun in die Psychiatrie eingewiesen wird. (ho)

Landgericht Berlin: Prozeß gegen Frauenhasser Foto: picture alliance/ZB

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