Bundeswehr
Bundeswehr: Sanitäter untersucht Asylsuchenden Foto: dpa
Verteidigungsministerium

Bundeswehreinsatz in Asylkrise kostete 430 Millionen Euro

OSNABRÜCK. Die Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden hat die Bundeswehr seit dem vergangenen Sommer rund 428 Millionen Euro gekostet. Die Hälfte davon fiel noch in diesem Jahr an, teilte das Verteidigungsministerium auf Nachfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung mit.

Derzeit seien rund 900 Soldaten und zivile Bundeswehr-Mitarbeiter für die Asylhilfe im Einsatz. Zu Spitzenzeiten waren es etwa 9.000 von 177.000 Soldaten und 85.700 zivilen Kräften. Die Bundeswehr stellt den Angaben nach mehr als 46.500 Unterbringungsplätze in Kasernen oder Sporthallten zur Verfügung. Der umfangreichste Einsatz war mit 350 Soldaten die Registrierung von Asylbewerbern für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Es handelt sich laut dem Blatt um den längsten und personalaufwendigsten Bundeswehreinsatz im Inneren.

Mahlzeiten ausliefern und Asylsuchende transportieren

Seit dem vergangenen Sommer kam die Bundeswehr 855 Hilfsanträgen von Bund, Ländern und Kommunen nach. Soldaten bauten etwa Unterkünfte auf, lieferten Mahlzeiten aus oder transportierten Asylsuchende. Bislang habe die Truppe auf eine Kostenerstattung verzichtet. Derzeit liefen fünf Maßnahmen, bei denen die Bundeswehr Amtshilfe leiste.  Entscheidungen treffen dürften Bundeswehrmitarbeiter jedoch nicht.

Planmäßig sollte die Asylhilfe der Bundeswehr in diesem Sommer enden. Laut Verteidigungsministerium gebe es dafür aber keinen festen Termin. So werde etwa das BAMF in diesem Jahr noch weiter unterstützt. (ls)

Bundeswehr: Sanitäter untersucht Asylsuchenden Foto: dpa

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