Zweite Runde der Départementswahlen

Schwere Schlappe für Frankreichs Sozialisten

PARIS. Die französischen Sozialisten haben in der zweiten Runde der Départementswahlen eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Sie regieren künftig zusammen mit anderen linken Parteien in 33 der 101 Départements. Die Konservativen und ihre Verbündeten erreichten in 66 davon eine Mehrheit.

Der Front National wurde mit 25 Prozent zwar nach den Konservativen (knapp 30 Prozent) zweitstärkste Kraft, konnte jedoch aufgrund des Mehrheitswahlrechts kein Département gewinnen. Die regierenden Sozialisten erreichten zusammen mit ihren Verbündeten 21 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 50 Prozent.

Hollande verliert seinen Heimatbezirk

Die Wahl hat damit zu einer Umkehrung der Machtverhältnisse in den Départements geführt. Bisher hatten die Sozialisten in etwa zwei Dritteln der Verwaltungsbezirke eine Mehrheit. Auch die Heimatdépartements von Frankreichs Staatschef Francois Hollande und Premierminister Manuel Valls fielen an die Konservativen.

Obwohl die Départementsregierungen, die mit deutschen Landkreisen vergleichbar sind, kaum Machtbefugnisse haben, gelten die Wahlen als Stimmungstest für die Präsidentschaftswahlen 2017. Hollande, der seit 2012 regiert, droht dabei bereits das Aus in der Vorwahl. Aktuelle Umfragen sehen ihn hinter Front-National-Chefin Marine Le Pen und Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. (ho)

Francois Hollande: Erneute Niederlage für den Sozialisten Foto: dpa

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