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Dalia Grybauskaite:
Dalia Grybauskaite: Abrechnung mit der griechischen regierung Foto: picture alliance/landov

Euro-Politik
 

Baltische Staaten kritisieren griechische Regierung

BRÜSSEL. Die baltischen Staaten haben die griechische Regierung in der Frage nach neuen Hilfszahlungen scharf attackiert. „Die Zeit des Feierns auf Kosten anderer ist vorbei für Griechenland“, sagte die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite vor ihrer Abreise zum Krisengipfel der Euro-Staaten.

„Ohne ernsthafte Verpflichtungen wird es definitiv keine Hilfe geben“, betonte die Politikerin. Die Euro-Staaten seien nicht mehr bereit, die Kosten für das Handeln der Athener Regierungen zu übernehmen. Auch der estnische Präsident, Toomas Hendrik Ilves, forderte von Griechenland mehr Sparanstrengungen. „Ärmere Länder als Griechenland“ seien davon bedroht, einen Teil ihrer Wirtschaftskraft zu verlieren.

Griechen legen keine neuen Vorschläge vor

Die ärmeren baltischen Staaten, in denen das Lebensniveau unter dem der Griechen liegt, haben die Politik der Athener Regierungen stets skeptisch gesehen. Bereits 2012 hatte Lettland einen Euro-Austritt Athens gefordert. Seit ihrem Beitritt in die Staatengemeinschaft hat Griechenland pro Einwohner etwa 45.000 Euro erhalten.

Unterdessen wurde bekannt, daß der neue griechische Finanzminister Euclid Tsakalotos für den am Dienstag stattfindenden Krisengipfel keine neuen Sparvorschläge vorlegen wird. Das Land hofft dennoch auf ein drittes Hilfsprogramm oder einen Schuldenerlaß. Am Sonntag hatten sich in einer Volksabstimmung mehr als 60 Prozent der Griechen gegen Sparvorschläge der Gläubiger ausgesprochen. (ho)

Dalia Grybauskaite: Abrechnung mit der griechischen regierung Foto: picture alliance/landov
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