Ehrenmal in Berlin
T-34-Panzer vor dem Ehrenmal in Berlin: Die Petition ist gescheitert Foto: picture alliance / dpa

Denkmalstreit
 

Sowjet-Panzer bleiben in Berlin

BERLIN. Die Petition zur Beseitigung der T-34-Panzer vor dem Sowjetischen Ehrenmal in Berlin ist gescheitert. Bis zum Ablauf der Frist haben lediglich 4.101 Unterzeichner die von den Boulevard-Blättern Bild und BZ initiierte Kampagne unterstützt. Trotz Internet-Aufrufen unterschrieben lediglich 118 Personen online, berichtete die Mitteldeutsche Zeitung. Zur Annahme der Petition an den deutschen Bundestag hätten allerdings mindestens 50.000 Unterschriften gesammelt werden müssen.

Auf dem Höhepunkt der Krim-Krise hatten sich die Zeitungen über die sowjetischen Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg empört, die in Sichtweite des Brandenburger Tores aufgestellt sind. „Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Die russischen Panzer im Ehrenhain im Berliner Tiergarten sollen entfernt werden“, heißt es im Text der Petition. Das Ehrenmal für die Soldaten der Roten Armee, die bei der Eroberung Berlins fielen, wurde von der Sowjetunion unmittelbar nach Kriegsende errichtet.

„Ganz offensichtlich ist die Zeit der Kalten Krieger auch in Westberlin abgelaufen, und das ist gut so“, freute sich Linkspartei-Politiker Jan Korte gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. „Die Kollegen der Bild-Zeitung wären gut beraten das ganze Unterfangen jetzt sang- und klanglos zu beerdigen, bevor die Peinlichkeit noch größere Ausmaße annimmt.“ Die Leser der Springermedien in der Hauptstadt seien „erfreulicherweise deutlich intelligenter als die Petitionsurheber“, spottete Korte. (FA)

 

T-34-Panzer vor dem Ehrenmal in Berlin: Die Petition ist gescheitert Foto: picture alliance / dpa
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