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Diskriminierungsvorwurf
 

Aldi-Filiale soll ausländisch aussehende Kunden überwachen

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Schild einer Aldi-Süd-Filiale: Das Unternehmen wehrt sich gegen Diskriminierungsvorwürfe Foto: www.pixelio.de / Peter von Bechen

BURBACH. Aldi Süd hat den Bericht einer Lokalzeitung dementiert, wonach die Aldi-Filiale in Burbach im Siegerland ihren Sicherheitsdienst gezielt auf ausländisch aussehende Kunden ansetzt. Betreten diese den Laden, würden sie von einem Sicherheitsmann aufgefordert, ihre Taschen und Tüten abzugeben. Auch stünden sie bis zum Bezahlen der Waren an der Kasse unter besonderer Beobachtung. Wie der Siegerland Kurier weiter berichtet, sollen sichtbar als Deutsche zu erkennende Kunden dagegen nicht angesprochen worden sein.

Er sei dazu da, „die Ausländer zu kontrollieren“, soll ein Sicherheitsmann bestätigt haben. Der Bürgermeister von Burbach, Christoph Ewers (CDU), zeigte sich von der Maßnahme empört. „Es steht Aldi zu, einen Sicherheitsdienst zu engagieren. Bedenklich wird es allerdings, wenn nur gewisse Personengruppen unter Beobachtung stehen oder Einschränkungen zu befürchten haben.“ Der CDU-Politiker wünscht nun ein Gespräch mit dem Unternehmen.

Asylbewerberheim läßt Kriminalität steigen

Aldi Süd dementiert dagegen eine gezielte Überwachung von Ausländern. Man habe einen Sicherheitsdienst damit beauftragt, „sämtliche Kundinnen und Kunden der Filiale freundlich zu bitten, bei ihrem Einkauf einen Einkaufswagen zu benutzen“. Damit reagiere man auf die gehäuften Fälle von Ladendiebstahl in der Burbacher Filiale.

Seit ein Asylbewerberheim in Burbach eröffnet hat, klagen Ladenbesitzer über steigende Kriminalität. Wie die Siegener Zeitung berichtet, seien innerhalb eines Monats zehn Ladendiebstähle zur Anzeige gebracht worden. Sieben Verdächtige stammten dabei aus der zum Asylbewerberheim umfunktionierten Siegerland-Kaserne. „Ich habe Verständnis dafür, daß die Menschen Angst haben“, versicherte der CDU-Politiker Ewers der Zeitung. „Dieses subjektive Empfinden muß man ernst nehmen.“ (FA)

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