Gutachten
 

Zigeunerstudie beklagt vermeintliche Diskriminierung

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Zigeuner in Berlin: Schlimme Diskriminierung Foto: rg

MANNHEIM. Zigeuner werden in Deutschland angeblich systematisch diskriminiert. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Mittwoch vorgestelltes Gutachten des „Bildungszentrum RomnoKher“, daß sich nach fast ausschließlich mit sogenanntem „Antiziganismus“ beschäftigt. Demnach werde die Minderheit besonders bei der Wohnungssuche, am Arbeitsplatz und in Behörden benachteiligt.

Als Beleg für die gesamtgesellschaftliche Diskriminierung führt die Studie nach laut Spiegel Online unter anderem an, daß ein Mann aus Nordfranken wiederholt Zigeunerinnen an der deutsch-tschechischen Grenze mißhandelt habe. Vor Gericht habe dieser dann „Haß gegen Roma“ als Motiv angegeben. Zudem sei es in den vergangenen zwei Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen zugereisten Zigeunern und Einwohnern gekommen.

Mangelnde finanzielle Ausstattung kritisiert

„Wir haben Segregation auf dem Wohnungsmarkt, Benachteiligungen bei der Gesundheitsvorsorge und im Bildungsbereich, Diskriminierung bei der Arbeit“, klagte der Geschäftsführer von RomnoKher, Daniel Strauß, der zugleich einer der Auftraggeber des Gutachtens ist und den Vorsitz des Zentralrates der Deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg innehat.

Besorgt äußerten sich die Macher der Studie zu dem in den Medien verbreiteten Bild von Zigeunern. So sei besonders gegen Einwanderer aus Bulgarien und Rumänien Stimmung gemacht worden. Zudem stimmten fast 50 Prozent der befragten Deutschen der Aussage zu, Zigeuner neigten zur Kriminalität. Die Bundesregierung nimmt dies nach Meinung des Bildungszentrums tatenlos hin. (ho)

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