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Islamisierung
 

Verfassungsschutz warnt vor Koran-Verteilung durch Salafisten

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Koran mit Gebetskette Foto: Pixelio/Volker Qasir

BERLIN. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat vor der Koran-Verteilaktion der radikalislamischen Salafisten gewarnt. „Es geht hier um salafistische Propaganda und die Rekrutierung von Anhängern. Der Koran ist nur ein Vehikel“, sagte der Sprecher der Behörde, Bodo Becker, dem Kölner Stadt-Anzeiger. Die Salafisten stellten wesentliche Elemente der Demokratie in Frage. Hinzu komme eine „ambivalente Positionierung gegenüber Gewalt“.

Der Präsident des Verfassungsschutzes, Heinz Fromm, habe bereits im vergangenen Jahr gesagt, nicht jeder Salafist sei ein Terrorist, aber jeder ihm bekannte Terrorist sei irgendwann einmal in salafistischen Zusammenhängen unterwegs gewesen. Dies habe nach wie vor Gültigkeit, betonte Becker.

Die islamistische Salafistenbewegung hatte kürzlich damit begonnen, Koran-Exemplare kostenlos an Nichtmuslime in deutschen Innenstädten zu verteilen und im Internet anzubieten. Ziel ist es, jeden deutschen Haushalt mit einem Koran zu versehen. Insgesamt sollen so 25 Millionen Exemplare unters Volk gebracht werden.

Druckerei kündigt Vertrag

Mittlerweile will die zuständige Druckerei, die bereits 300.000 Exemplare des Korans hergestellt hat, allerdings von ihrem Vertrag mit den Salafisten zurücktreten. Man werde die Auslieferung stoppen, kündigte ein Sprecher der Firma gegenüber der Welt an. „Wir drucken nichts, was extrem im Sinne von islamistisch ist.“

Die Bundesregierung verurteilte unterdessen die Bedrohung von Journalisten durch mutmaßliche Salafisten. Mitarbeiter des Tagesspiegels und der Frankfurter Rundschau, die über die Aktion der Salafisten berichtet hatten, waren in einem islamistischen Video auf der Internetplattform Youtube beschimpft und bedroht worden.

Man wisse, wo sie wohnen, hieß es. Der Staatssekretär im Innenministerium Klaus-Dieter Fritsche (CSU) bezeichnete es als „absolut nicht hinnehmbar, daß in Deutschland Journalisten bedroht werden und damit die Pressefreiheit eingeschränkt wird“. In den nun bekanntgewordenen Fällen seien daher Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. (krk)

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