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Wansner

1. Mai
 

CDU-Politiker will am 1. Mai gegen linksextreme Gewalt demonstrieren

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Kurt Wansner (CDU) am 1. Mai 2010 in Berlin Foto: Youtube/Spiegel TV

BERLIN. Der Berliner CDU-Abgeordnete Kurt Wansner will am 1. Mai in Kreuzberg gegen die Verharmlosung linksextremer Gewalt protestieren. „Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen, daß am 1. Mai nicht nur Linksradikale demonstrieren dürfen“, sagte der CDU-Kreischef von Friedrichshain-Kreuzberg der JUNGEN FREIHEIT.

Er habe bei der Polizei ordnungsgemäß einen Informationsstand angemeldet und werde am 1. Mai gemeinsam mit Mitgliedern der Jungen Union auf der Oranienstraße im Stadtteil Kreuzberg Flugblätter gegen Linksextremismus verteilen, kündigte der CDU-Politiker an.

Die Gefahr des Linksextremismus werde in Berlin völlig unterschätzt, begründete Wansner sein Vorhaben: „Der Senat redet das Problem klein. Das kommt auch daher, daß mit der Linkspartei eine Interessenvertreterin der gewaltbereiten linken Szene an der Regierung beteiligt ist.“

„Ich laß mich nicht vertreiben“ 

Wansner, der für die CDU im Innenausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses sitzt, hatte bereits im vergangenen Jahr am 1. Mai in Kreuzberg gegen die Verharmlosung des Linksextremismus protestiert. Damals war er mehrfach angepöbelt worden. Linksextremisten forderten ihn auf, sich zu „verpissen“.

Dennoch habe er für seine Aktion auch viel Zuspruch erhalten, sagt der 63jährige: „Viele Menschen kamen zu uns und meinten ‘Danke, daß ihr hier Flagge zeigt!’ Deswegen lasse ich mich auch in diesem Jahr nicht von ein paar Hirnlosen einschüchtern oder vertreiben. Schließlich bin ich in Kreuzberg geboren.“

2009 hatte die Polizei Wansner das Aufstellen eines CDU-Stands auf dem Kreuzberger „Myfest“ mit der Begründung untersagt, sie könne nicht für seine Sicherheit garantieren. Der innenpolitische Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux, kommentierte das Vorhaben des CDU-Abgeordneten damals mit den Worten: „Wansner will wohl als Märtyrer sterben.“ (krk)

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