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Friedrich-Ebert-Stiftung
 

Politikwissenschaftlerin kritisiert Studie über Fremdenfeindlichkeit

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Laut der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt die Islamfeindlichkeit in Deutschland zu Foto (rg)

BERLIN. Die Politikwissenschaftlerin Viola Neu hat scharfe Kritik an der kürzlich veröffentlichten Studie über angebliche fremdenfeindliche und antiislamische Einstellungen der Deutschen geübt. Das Ergebnis der Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung sei nicht einmal durch die eigenen Zahlen gedeckt, sagte die Koordinatorin für Wahl- und Parteienforschung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung nach einem Bericht der Deutschen Welle.

So finde sich die von den Autoren behauptete dramatische Zunahme der Ausländerfeindlichkeit nicht in der Studie wieder. Im Gegenteil: In den Vorgängerstudien von 2002, 2004 und 2006 sei die Ausländerfeindlichkeit sogar noch geringfügig höher gewesen.

Auch die angebliche „deutliche Zunahme an islamfeindlicher Einstellung in der Bevölkerung“ lasse sich nicht aus den entsprechenden Tabellen der Studie nachvollziehen, kritisierte Neu. Vielmehr seien solche horrenden Zahlen der Vorgehensweise der Verantwortlichen geschuldet. In der Studie war unter anderem behauptet worden, 55,4 Prozent der Befragten hätten der Aussage „Araber sind mir unangenehm“ zugestimmt.

Fragwürdige Vorgehensweise

Offenbar habe man die Fragen allgemein gehalten und „versucht, jeden, der bei der Umfrage auch nur positiv gezwinkert hat, dazuzuzählen, so daß die Absicht, möglichst viele zu finden, aus dieser Methode deutlich herausscheint“, vermutetet die Politikwissenschaftlerin. Normalerweise nähmen Sozialforscher jedoch Befragte nicht in die Auswertung mit hinein, wenn diese sich bei einer Antwort nicht klar festgelegt hätten.

Fragwürdig sei außerdem, was die Verantwortlichen der Studie als Ausweis rechtsextremer Gesinnung werteten. Wer beispielsweise der Aussage zustimme, arbeitslose Ausländer sollten nach Hause geschickt werden, befürworte nur, was in vielen demokratischen Ländern üblich sei, sagte Neu. (krk)

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