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Nordrhein-Westfalen
 

Gewalttätige Demonstranten stören Wahlkundgebungen

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Erregte Gegendemonstranten: Das Wahlkampf-Motto „Islamisierung stoppen“ löste nicht überall Begeisterung aus… Foto: pro-nrw.net

BIELEFELD. In mehreren westfälischen Städten sind Wahlkampfveranstaltungen der Bürgerbewegung Pro NRW von gewaltbereiten Gegendemonstranten gestört worden. Am Montag haben in Bielefeld etwa dreihundert Personen, darunter laut Polizei „offenkundig türkischstämmige Jugendliche“ sowie Angehörige „des linken Spektrums“, eine Kundgebung der Partei massiv behindert.

Einem Bericht der Neuen Westfälischen zufolge sei es dabei zu Szenen gekommen, „wie man sie sonst nur von den Maikrawallen in Berlin oder Hamburg kennt“. Auch der Polizeibericht verzeichnete zahlreiche Straftaten der Gegendemonstranten:

„Dabei wurden unter anderem Eier und Flaschen geworfen, ein eingesetzter Polizeibeamter wurde am Helm von einer Flasche getroffen.“ Auch eine Fensterscheibe des von Pro NRW zu Werbezwecken eingesetzten Busses wurde zerstört.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruch

Die Beamten nahmen zwölf Störer vorläufig fest; außerdem wurden auch zwei Kinder kurzfristig in Gewahrsam genommen und anschließend ihren Eltern übergeben. Gegen alle vierzehn Personen ist Anzeige wegen Landfriedensbruch erstattet worden.

Pro NRW warf der Bielefelder Polizei „Versagen“ vor. Sie habe den für die Wahlkundgebung vorgesehenen Platz nicht ausreichend gesichert, heißt es in einer Mitteilung der Partei.

Jusos, Linkspartei und „Antifa“

Auch in Minden und Bad Salzuflen wurden die Wahlkämpfer von Gegendemonstranten bedrängt. In Gütersloh blockierten rund 50 Anhänger von Jusos, Linkspartei sowie der linksextremen „Autonomen Antifa“ den Tourbus von Pro NRW.

Als sie das Fahrzeug fast vollständig eingekreist hatten, gab der Fahrer Presseberichten zufolge Gas und fuhr unter Eier- und Flaschenwürfen der Protestierer davon. Die Polizei stoppte den Bus anschließend, um die Personalien des Fahrers aufzunehmen. Eine Sprecherin teilte mit, man prüfe eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung. (vo)

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