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Islamisierung
 

DFB: Moslems dürfen während des Ramadan spielen

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Fußball mit deutscher und türkischer Fahne: gläubige Moslems brauchen in der Spielsaison nicht zu fasten Foto: Pixelio/knipseline

BERLIN. Muslimische Profifußballer dürfen auch während des Ramadan spielen. Zu diesem Ergebnis kommt ein religiöses Gutachten der Kairoer Universität im Auftrag des Deutschen Fußballbundes (DFB). In einer sogenannten Fatwa stellten Gelehrte der Al-Azhar-Universität fest, daß Berufssportler nicht zur Einhaltung des Fastens verpflichtet seien.

„Der Arbeitsvertrag zwischen dem Spieler und dem Verein zwingt den Spieler zu einer bestimmten Leistung, und wenn diese Arbeit, laut Vertrag, (nicht für Amateur- und Hobbyfußball) seine einzige Einkommensquelle ist und wenn er im Monat Ramadan die Fußballspiele bestreiten muß und das Fasten Einfluß auf seine Leistung hat, dann darf er das Fasten brechen“, zitiert der DFB auf seiner Internetseite aus der Fatwa.

Handreichung für Spieler und Vereine

„Einmal mehr wird entgegen manchem Vorurteil deutlich: Glaube und Beruf können sich einander bedingen und stehen nicht im Konflikt zueinander“, lobte der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek, das Gutachten. Es würde gläubigen Moslems nun ermöglichen, „ohne falsche Schuldgefühle sowohl ihren Beruf, als auch ihren religiösen Pflichten nachzugehen“.

Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Christian Seifert, versprach nun, das Ergebnis des Gutachtens in einer mehrsprachigen Übersetzung an Spieler und Vereine auszugeben. Damit sei „sowohl im arbeitsrechtlichen wie im theologisch rechtlichen Sinne ‚Rechtssicherheit’ verschafft worden“, gaben Mazyek und Seifert in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt. (FA)

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