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Afghanistan-Krieg
 

Bischof fordert mehr Unterstützung für deutsche Soldaten

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Kameraden geben den am Karfreitag gefallenen deutschen Fallschirmjägern im Feldlager Kundus das letzte Geleit Foto: Bundeswehr/Schwitt

SCHLESWIG/BERLIN. Mehr Solidarität mit den Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan sowie ihren Familien hat der Vorsitzende der Nordelbischen Kirchenleitung, der Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich, gefordert.

Bei den Angehörigen wie auch den Soldaten selbst wachse die Unsicherheit, sagte Ulrich in seiner Predigt am Ostermontag im Schleswiger Dom. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf die Gefechte in Kundus, bei denen am Karfreitag drei deutsche Soldaten getötet und vier schwer verletzt worden waren:

„Wir sind denen die Osterbotschaft schuldig, die nicht wissen, wohin mit ihrer Trauer, ihrer Angst. Den Aufstand des Lebens gegen alle Gewalt sind wir ihnen schuldig.“ Die Soldaten in Afghanistan bräuchten Unterstützung und klare Ziele. 

Patroullie geriet in Hinterhalt

„‘Seht auf uns’, haben mir Soldaten in der vergangenen Woche gesagt, die in Afghanistan und an anderen Orten im Einsatz waren und wieder sein werden: ‘Laßt uns nicht allein mit den Waffen, mit denen ihr uns da hinschickt!’“, sagte Ulrich in seiner Predigt.

Am Freitag vergangener Woche war eine Patroullie der Bundeswehr in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus in einen Hinterhalt geraten. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes der Bundswehr sind mittlerweile 39 deutsche Armee-Angehörige getötet worden. (idea/vo)

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