Lafontaine fordert Generalstreik

Vorwaerts
Aufruf zum Generalstreik des SPD-Organs „Vorwärts“ vom 9. November 1918: Vorbild für die Bundesrepulik? Foto: Wikipedia

ESSEN. Der Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, hat sich angesichts der Wirtschaftskrise für einen deutschlandweiten Generalstreik ausgesprochen.

Auf dem nordrhein-westfälischen Landesparteitag der Linken am Wochenende sagte Lafontaine nach einem Bericht der Berliner Zeitung: „Wir haben dieses Instrument in Deutschland noch nicht entdeckt, aber wir werden es brauchen.“

Das Parlament, so Lafontaine, sei alleine nicht zu den notwendigen Korrekturen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Lage. „Es gilt, keine Minute zu verlieren, um den Sozialismus in diesem Lande zu verwirklichen“, sagte Lafontaine.

Wagenknecht auf Listenplatz fünf

Hierfür müßten beispielsweise die Banken in Deutschland verstaatlicht werden, denn diese gehörten zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Der Kapitalismus habe „Krakenarme” und versuche, auch die Linken zu sich herüberzuziehen, dies dürfe ihm aber nicht gelingen. Nur eine starke Linke sei in der Lage, die Republik zu verändern.

Auf dem Parteitag wurde auch die NRW-Kandidatenliste zur Bundestagswahl beschlossen. Dabei wählten die Delegierten die zur Kommunistischen Plattform gehörende Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht auf den aussichtsreichen Listenplatz fünf. (krk)

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