Caspar von Schrenck-Notzing gestorben

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Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing (1927 bis 2009) Foto: JF

BERLIN. Der konservative Publizist Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.

1970 gründete der Münchner Historiker und Soziologe die Kulturzeitschrift Criticón, die schnell zum Sprachrohr der konservativen Intellektuellen in der Bundesrepublik wurde.

Schrenck-Notzing versuchte zeit seines Lebens, durch sein publizistisches Wirken ein konservatives Gegengewicht zu den Auswirkungen der amerikanischen Umerziehung nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Geist der „Neuen Linken“ nach 1968 zu schaffen. Vor allem sein Werk „Charakterwäsche“ (1965) gilt als fundierte Kritik an der Umerziehung und deren politischen und kulturellen Langzeitwirkungen.

Gründung der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung

Zu den Autoren von Criticón gehörten neben Armin Mohler auch Publizisten wie Günter Rohrmoser, Klaus Hornung, Karlheinz Weißmann und Alexander Gauland, die Philosophen Alain de Benoist und Gerd-Klaus Kaltenbrunner sowie der Journalist Gerhard Löwenthal. Nachdem 1998 Herausgeber und Chefredakteur wechselten, wandelte sich Criticón allerdings zum Wirtschaftsblatt und verlor seine Bedeutung.

Im Jahr 2000 gründete Schrenck-Notzing die „Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung”, die sich vor allem um konservative Bildung, Erziehung und Wissenschaft bemüht. 2005 erhielt Schrenck-Notzing den Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der JF einen ausführlichen Nachruf auf Caspar Freiherr von Schrenck-Notzing von Karlheinz Weißmann.

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