Arbeitslose kontrollieren „Stolpersteine“ in Leipzig

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Zu kontrollierender Stolperstein in Leipzig Foto: JF

LEIPZIG. In Leipzig werden Arbeitslose dafür bezahlt, daß sie sogenannte „Stolpersteine“ auf mögliche Verschmutzung überprüfen. Nach einem Bericht des MDR-Magazins „Fakt“ kontrollieren Mitarbeiter des Leipziger Bürgerdienstes viermal täglich in zwei Schichten die Pflastersteine, die mit einer Messingplatte an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Auch Deserteuren aus dem Zweiten Weltkrieg sind Stolpersteine gewidmet.

Bezahlt werden die Mitarbeiter des Bürgerdienstes zum Großteil durch sogenannte Kombilöhne, einem von Bund, Ländern und Kommunen finanzierten Modell, das Arbeitslosen dabei helfen soll, durch eine geregelte Tätigkeit wieder Anschluß an die Berufswelt zu finden.

Zu den weiteren Aufgaben des Bürgerdienstes gehört es auch, schiefe Straßenschilder zu melden und das Verhalten der Leipziger „Trinkerszene” zu protokollieren. (krk)

> Zum „Fakt“-Beitrag über den Leipziger Bürgerdienst

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