Joachim Kuhs

 

Schweizer Gericht verurteilt Türken wegen Rassendiskriminierung

Winterthur
Das Bezirksgericht in Winterthur Foto: Bezirksgericht Winterthur

ZÜRICH. Ein Gericht in der Schweiz hat drei Türken wegen Rassendiskriminierung verurteilt. Das Winterthurer Bezirksgericht sah es als erwiesen an, daß sie den Völkermord an den Armeniern geleugnet hatten.

Das Gericht verurteilte nach einem Bericht des Tages-Anzeigers den Europavertreter der türkischen Arbeiterpartei, Ali Mercan, zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen je 30 Franken. Mercan hatte im Juni auf einer öffentlichen Veranstaltung den Genozid an den Armeniern als „internationale Lüge“ bezeichnet.

Zwei weitere Türken, die die Veranstaltung mitorganisiert hatten, wurden ebenfalls zu Geldstrafen von 120 Tagessätzen je 30 Franken verurteilt.
Das Urteil blieb deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte auf eine Geldstrafe von bis zu 12.000 Franken plädiert.

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