Schriftstellerin Wahlgren kritisiert Familienpolitik

Wahlgren
Bestseller-Autorin Anna Wahlgren: Die Lebensbedingungen kleiner Kinder sollen verbessert werden / Foto: privat

Frankfurt/Main. Die schwedische Erfolgsautorin Anna Wahlgren hat es abgelehnt, ein Streitgespräch mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zu führen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) hatte vorgeschlagen, beide zu einer Diskussion über die „Kombination von Beruf und Familie und die Risiken der Tagesbetreuung“ einzuladen.

Anna Wahlgren, die neun Kinder zur Welt brachte, populäre Erziehungsratgeber schrieb und dafür eintritt, Kinder zumindest in den ersten drei Lebensjahren zu Hause zu erziehen, begründete ihre Ablehnung damit, nicht mehr über die vorgeschlagenen Themen diskutieren zu wollen.

Sie habe 40 Jahre lang gekämpft, um Politikern und Sozialarbeitern klarzumachen, daß „Kinder nicht in der Weise geändert werden können, wie die Gesellschaft sich ändert“. Ihre Kämpfe hätten zu nichts geführt, und sie gebe sich heute keinen Illusionen mehr hin, von der Leyens „rein ökonomisch motiviertes Denken“ beeinflussen zu können, berichtete die FAS.

Wahlgren empfiehlt den finnischen Weg

Wahlgren, die in 27 Büchern und zahllosen Artikeln ihre Ablehnung der Kinderkrippen verdeutlicht hatte, wolle ihre Zeit „nicht mehr verschwenden“: „Mein Herzensanliegen sind die Bedürfnisse kleiner Kinder – nicht die Bedürfnisse von Frauen, Männern oder Betreuungsinstitutionen, die dem Arbeitsmarkt dienen.“

Sie kritisierte energisch das „schwedische Modell“ der Kollektiverziehung, mit dem bereits einjährige Kleinkinder in einer Betreuungseinrichtung „beiseite geschafft“ werden und das Frauen darauf reduziere, „Zuchtsauen“ zu sein. Dieses Modell „kollidiert auf herzzerreißende Weise mit den Interessen kleiner Kinder“.

Sie empfahl Ministerin von der Leyen, statt dessen das „finnische Modell“ genauer zu studieren, das Eltern durch finanzielle Unterstützung ermögliche, einen eigenen Weg der Kinderbetreuung zu wählen.

Internetpräsenz von Anna Wahlgren 

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