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Schramma fordert christliche Pilgerstätte in der Türkei

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Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) Foto: Stadt Köln

KÖLN. Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) hat in einem Brief den türkischen Ministerpräsidenten Recep Erdogan an dessen Zusage erinnert, ein christliches Pilgerzentrum in Tarsus in der Türkei zu ermöglichen. Hier wurde nach Überlieferungen des Neuen Testamentes der Apostel Paulus geboren. Papst Benedikt XVI. hatte diesen Sommer mit einer Feier der Geburt Pauli vor zweitausend Jahren gedacht.

Anläßlich eines Gesprächs mit Schramma in Köln im Februar sicherte Erdogan diesem die Unterstützung für ein christliches Pilgerzentrum in Tarsus zu. „Sobald die Kirche mit diesem Wunsch auf mich zukommt, werde ich mich dafür aussprechen – auch gegen meine Opposition“, zitiert das Domradio den türkischen Ministerpräsidenten. Doch Bittbriefe um die Ermöglichung einer Pilgerstätte in Tarsus – so wie von Erdogan gewünscht – wurde seitens der türkischen Regierung bis jetzt nicht beantwortet.

Vergangenen Freitag beendeten neun deutsche Bischöfe unter Leitung des Kölner Kardinals Joachim Meisner ihre Türkeireise, während der sie ehemalige christliche Zentren besuchten und nochmals ihren Wunsch nach einer Kirche in Tarsus bekräftigten.

Verhinderung des Anti-Islamisierungskongresses als Zeichen

Nun wendet sich der Kölner Oberbürgermeister direkt an den türkischen Ministerpräsidenten. „Es wäre ein deutliches und unübersehbares Zeichen nach innen und außen für die in den heutigen Zeiten so wichtige Toleranz in Glaubensfragen“, heißt es in dem Brief.

„Ich möchte bei dieser Gelegenheit daran erinnern, ohne daraus irgendwelche Ansprüche ableiten zu wollen, wie wichtig mir stets die Umsetzung des Baus der Moschee in Köln in Trägerschaft der Ditib, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion war“, schreibt Schramma weiter, „die dem türkischen Staat bekanntermaßen sehr nahe steht“. Anläßlich des Anti-Islamisierungskongresses der Bürgerbewegung Pro-Köln habe sich gezeigt, „daß Menschen bereit sind, für die freie Religionsausübung, auch anderer Religionen, auf die Straße zu gehen“.

Ein entsprechendes Vorgehen fordert Schramma nun auch von Erdogan: „Ich würde mich daher sehr freuen, wenn aus der Türkei ein ähnliches Zeichen gesendet würde und wenn Sie sich als Ministerpräsident an die Spitze dieser Bewegung stellen würden und ein deutliches Zeichen setzen.“ Das Verbot des Anti-Islamisierungskongresses wird von einigen Staatsrechtlern als „Blamage des Rechtsstaates“ gewertet.

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