Linksextremisten verüben Anschläge in Hamburg

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Aufruf der Castor-Gegner: Auch zur Gewalt bereit? Foto: JF

HAMBURG. Die Serie von Brandanschlägen in Hamburg reißt nicht ab. Nun kam es zu einer Beinahe-Katastrophe: Vermutlich linksextremistische Täter hatten in der Nacht zu Dienstag einen mit Gasflaschen beladenen Lastwagen im Hamburger Stadtteil Hamm in Brand gesetzt.

Der Wagen des Energiekonzerns Vattenfall hatte vier mit Acytelen gefüllte Flaschen geladen, die für Schweißarbeiten vorgesehen waren. Eine der Flaschen explodierte, die Druckwelle zerstörte mehrere Fenster. Vier weitere Fahrzeuge wurden vollständig zerstört.

„Man kann doch nicht mitten in einem Wohngebiet einen Brand legen“, sagte eine Rentnerin dem Hamburger Abendblatt. Ihre Wohnung liegt unmittelbar neben dem Ort des Anschlags. Die zehnjährige Urenkelin der Frau bemerkte gegen halb vier Uhr morgens noch rechtzeitig das Feuer, sodaß die Feuerwehr die übrigen Gasflaschen kühlen konnte. „Wenn auch die explodiert wären, dann wären Menschenleben in Gefahr gewesen“, sagte Polizeisprecher Ralf Meyer der Zeitung.

Gewalttäter aus der Anti-Atomkraft-Bewegung

Empörung zeigte auch der Vattenfall-Konzern. Unternehmenssprecherin Sabine Neumann verurteilte scharf den Anschlag: „Da wurde in Kauf genommen, daß Menschen schwer zu Schaden kommen. Das ist absolut zu verurteilen, hinterhältig, kriminell und alles andere als ein kleiner Streich.“ Gleichzeitig machte Neumann deutlich, daß es rechtlich zulässig und vom Arbeitsablauf auch nicht anders zu lösen sei, entsprechendes Gefahrengut auf öffentlichem Grund abzustellen.

In den vergangenen Tagen wurden bereits mehrfach Anschläge auf Fahrzeuge des Unternehmens verübt. So wurde in der vorhergehenden Nacht ein Fahrzeug am Eimsbütteler Marktplatz angezündet. Das Feuer wurde jedoch noch rechtzeitig bemerkt. Hintergrund dürfte Vattenfalls Engagement in der Atomenergie sein.

Ein Schreiben der „Autonomen Gruppe für mehr Bodenkontakt“ bekannte sich zu einem Anschlag auf einen Vattenfall-Firmenwagen vergangene Woche, bei der Scheiben zerschlagen und Reifen zerstochen wurden. Man habe den Wagen „belüftet und tiefergelegt“, hieß es in dem Schreiben an eine Tageszeitung, das mit den Aufruf „Castor stoppen“ endet.

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