Joachim Kuhs

 

Linksextremismus: Neue Serie von Brandanschlägen

Brennende_Autos
Bild der Internetseite www.brennende-autos.de

BERLIN. Eine neue Welle linksextremistischer Gewalt hat Berlin erfaßt. In der Nacht zum Donnerstag haben vermutlich Linksextremisten vier Fahrzeuge eines mittelständischen Autovermieters im Berliner Bezirk Neukölln angezündet.

Weitere dreizehn Fahrzeuge wurden durch das Feuer beschädigt. Wenig später brannte im Bezirk Prenzlauer Berg ein Sportwagen aus. Damit setzt sich die seit Dienstag andauernde Serie von Brandanschlägen in Berlin fort.  Als Anlaß gilt die Räumung eines besetzten Hauses am Michaelkirchplatz in Mitte vergangenen Dienstag, welches der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gehört und seit Jahren leer stand.

Rund 300 Beamte drangen am Abend in das kurz zuvor von Demonstranten verbarrikadierte Haus ein. In einer gewalttätigen Auseinandersetzung wurden auf die Polizisten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper geworfen. Die Polizei nahm insgesamt 19 Personen fest, berichtete die Berliner Zeitung.  

„Legitime Reaktion“

In einer anschließenden Solidaritätsbekundung demonstrierten mehrere hundert Sympathisanten im Bezirk Kreuzberg. Bis in die frühen Morgenstunden wurden acht Autos und drei Papiercontainer angezündet, weitere sechs Fahrzeuge beschädigt. Die Polizei setzte zwischenzeitlich zehn Tatverdächtige fest.

Gestern hatte die Hausbesetzerszene zu einer „Pressekonferenz“ vor dem geräumten Haus geladen. Die Brandanschläge auf Autos bezeichnete ein Mann, der sich David nannte, als „legitime Reaktion“ von Menschen, die einer Polizeigewalt „hilflos gegenüberstehen“. Eine Verantwortung wurde jedoch abgestritten.

Bereits seit über einem Jahr werden in Berlin vermehrt Brandanschläge mit vermutlich linksextremistischem Tatmotiv auf Autos vergeübt.

> Eine private Internetseite dokumentiert die Brandanschläge.

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