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Täter in Deutschland geduldet: Afghanen jagen und entführen Migranten für Lösegeld

Täter in Deutschland geduldet: Afghanen jagen und entführen Migranten für Lösegeld

Täter in Deutschland geduldet: Afghanen jagen und entführen Migranten für Lösegeld

Auf der Balkan-Route treibt eine brutale Afghanen-Gang ihr Unwesen. Foto: picture alliance / PIXSELL | Marko Jurinec/PIXSEL
Auf der Balkan-Route treibt eine brutale Afghanen-Gang ihr Unwesen. Foto: picture alliance / PIXSELL | Marko Jurinec/PIXSEL
Auf der Balkan-Route treibt eine brutale Afghanen-Gang ihr Unwesen. Foto: picture alliance / PIXSELL | Marko Jurinec/PIXSELL
Täter in Deutschland geduldet
 

Afghanen jagen und entführen Migranten für Lösegeld

An der Grenze zu Kroatien terrorisiert eine mit deutschen Aufenthaltsgenehmigungen ausgestattete afghanische Bande Migranten, foltert sie und erpreßt Lösegeld von ihren Familien. Ein lukratives Geschäft, das Tausende Opfer fordert – mit schockierenden Aufnahmen als Beweis.
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DONJI SVILAJ. Auf der Balkan-Route hat sich eine kriminelle Bande von Afghanen auf eine neue Art des Verbrechens spezialisiert: Die Täter, meist mit italienischen und deutschen Aufenthaltstiteln ausgestattet, verschleppen Migranten, quälen sie und erpressen von deren Familien Lösegeld.  

Dies geht aus einer mehrwöchigen Recherche des Balkan Investigative Reporting Network (Birn) hervor, die durch Filmaufnahmen, Zeugenaussagen und die Bestätigung durch die bosnische Polizei gestützt wird. 

Laut den Opfern verfolgt die Bande ein dreigeteiltes Geschäftsmodell: Sie schleppt Migranten gegen „Gebühren“ von Bosnien nach Kroatien, fängt aber auch jene ab, die sich ohne ihre Hilfe auf den Weg gemacht haben. Diese Migranten werden überwältigt, gefoltert und mit ihren eigenen Handys gefilmt, um das Grauen an ihre Familien zu schicken und Lösegeld zu erpressen. Dabei werden die Lösegeldforderungen je nach finanziellen Möglichkeiten der Familien unterschiedlich hoch angesetzt, wobei für Migranten aus der Türkei höhere Beträge verlangt werden als für südasiatische Opfer. 

Das System der Afghanen ist professionell aufgebaut

Die Reporter konnten mehrere Filme und Fotos einsehen, die die Folterakte dokumentieren, darunter auch einen besonders erschreckenden Film, in dem Männer mit entblößtem Oberkörper gefoltert und gedemütigt werden. Laut Berichten handelt es sich bei den Opfern um junge Männer aus dem pakistanischen Teil Kaschmirs, die eigentlich nach Italien weiterreisen wollten. Stattdessen fielen sie in den Händen der Bande, die für jeden Gefolterten 400 Euro Lösegeld verlangte. 

Laut der bosnischen Polizei hat die Bande ein äußerst profitables Geschäft aufgebaut. Es sei ein „sehr gut etabliertes System“, das bereits mehrere Tausend Entführungen umfasst. Auch die Bankkonten, auf denen das Lösegeld eingeht, sind weit über Bosnien hinaus vernetzt, mit Einzahlungen aus der Türkei, den Niederlanden und der Schweiz. Auf einem Konto, das der Polizei als bandezugehörig bekannt ist, wurden bereits 70.000 Euro verzeichnet. 

Waffen und Munition einer Gruppe von Migranten, die im Dezember 2023 in Donji Svilaj in der Republika Srpska von Bosnien wegen Menschenhandels und Waffen schmuggels verhaftet wurden. Foto: Bosnische Grenzpolizei.
Waffen und Munition einer Gruppe von Migranten, die im Dezember 2023 in Donji Svilaj in der Republika Srpska von Bosnien wegen Menschenhandels verhaftet wurden. Foto: Bosnische Grenzpolizei.

Trotz dieser erschreckenden Zustände sind Fahndungserfolge eher selten. In einzelnen Fällen konnten jedoch Täter gefasst werden: Zwei wurden in Bosnien zu 22 Monaten Haft verurteilt. Die Recherchen haben ergeben, daß die Bande vor allem aus Afghanen besteht, die in Europa Schutzstatus erhalten haben, darunter zwei Männer, die in Italien als Flüchtlinge anerkannt wurden, und ein weiterer, der einen deutschen Aufenthaltstitel besitzt. (rr) 

Auf der Balkan-Route treibt eine brutale Afghanen-Gang ihr Unwesen. Foto: picture alliance / PIXSELL | Marko Jurinec/PIXSELL
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