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Brasilien-Wahl: Demoskopen blamiert: Bolsonaro viel stärker als erwartet

Brasilien-Wahl: Demoskopen blamiert: Bolsonaro viel stärker als erwartet

Brasilien-Wahl: Demoskopen blamiert: Bolsonaro viel stärker als erwartet

Jair Bolsonaro nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Brasilien
Jair Bolsonaro nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Brasilien
Jair Bolsonaro: Stichwahl völlig offen Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Eraldo Peres
Brasilien-Wahl
 

Demoskopen blamiert: Bolsonaro viel stärker als erwartet

BRASILIA. Brasiliens rechtskonservativer Präsident Jair Bolsonaro hat bei den Präsidentschaftswahlen deutlich besser abgeschnitten als Demoskopen dies erwartet hatten. Er erhielt im ersten Wahlgang 43,2 Prozent der Stimmen und lag damit rund fünf Prozentpunkte hinter seinem sozialdemokratischen Herausforderer Lula da Silva. Umfragen hatten Bolsonaro vor der Wahl noch weit abgeschlagen bei etwas mehr als 30 Prozent gesehen. Beide Kandidaten müssen nun am 30. Oktober in die Stichwahl.

„Wir werden der brasilianischen Bevölkerung zeigen, besonders den Bedürftigen, dass die Krise Folge derjenigen ist, die sagten ‚Bleibt in der Pandemie alle zu Hause, die Wirtschaft gucken wir uns später an’“, rief Bolsonaro seinen Anhängern zu. Er konnte vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten profitieren. Zudem verzeichnet das Land mit 2,6 Prozent ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum. Lula sagte am Abend, es gehe nun in die „Verlängerung“. Der gehe weiter, „bis zum endgültigen Sieg“.

Bolsonaro hatte international während der Corona-Pandemie viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, in dem er die Wirksamkeit von Lockdowns in Frage stellte, von denen vor allem ärmere Bevölkerungsschichten betroffen waren. Bei den gleichzeitigen Parlamentswahlen zeichnete sich ein Sieg von Bolsonaros Partei ab, die etwa 30 Prozent der Mandate auf sich vereinigen konnte und damit stärkste Kraft ist. Im Parlament werden künftig rund 30 Parteien vertreten sein. (ho)

Jair Bolsonaro: Stichwahl völlig offen Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Eraldo Peres
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