Der Kommissionsvorsitzend der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) Foto: picture alliance / AA
Sexualität und Politik

Afrikanische Union verlangt Toleranz für Homo-Verfolgung

ADDIS ABEBA. Der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, hat von der EU Toleranz für die ablehnende Haltung der afrikanischen Staaten gegenüber sexuellen Minderheiten gefordert. „Sicherlich haben wir unterschiedliche Standpunkte, etwa bei der internationalen Strafgerichtsbarkeit, Todesstrafe, sexueller Orientierung und Identität“, sagte er laut Nachrichtenagentur AFP bei einem Treffen mit Vertretern der EU-Kommission.

In 34 von 54 afrikanischen Ländern steht Homosexualität unter Strafe. In Äthiopien droht dafür lebenslange Haft. Mit der Todesstrafe muß in Ländern wie Mauretanien, dem Sudan und Teilen Nigerias und Somalias gerechnet werden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) erklärte, die EU werde die unterschiedlichen Ansichten der AU akzeptieren. „Wir versuchen zu überzeugen, aber wir erkennen an, daß es unterschiedliche Positionen gibt.“ Zugleich betonte sie, die EU dürfe „nicht von der AU erwarten, daß sie sich anpaßt“. (ag)

Der Kommissionsvorsitzend der Afrikanischen Union, Moussa Faki Mahamat, mit der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) Foto: picture alliance / AA

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