Polizei in Mailand (Archivbild) Foto: picture alliance/ZUMA Press
„Allah Akbar“-Rufe

Soldat in Mailand attackiert: Deutsche Behörden warnten vor Verdächtigem

MAILAND. Im Fall der Attacke auf einen Soldaten in Mailand haben sich die Hinweise verdichtet, wonach die Tat einen islamistischen Hintergrund haben könnte. Auf dem Handy des verdächtigen Jemeniten Fathe Mahamad fanden die Ermittler Kriegsvideos und Filme, die Massaker an Zivilisten zeigen, berichtet die italienische Tageszeitung Corriere della Sera.

Der 23 Jahre alte Asylsuchende war demnach aus Deutschland abgeschoben worden und befand sich seit Anfang Juli in Italien. Er soll mit Drogen gehandelt haben. Deutsche Behörden hätten den Mann als Sympathisanten des Islamischen Staats eingestuft und die italienische Anti-Terror-Behörde deshalb gewarnt.

Wollte „den Märtyrertod sterben“ 

Mahamad hatte laut Polizei am Dienstag am Mailänder Hauptbahnhof einen patrouillierenden Soldaten mit Scheren attackiert und verletzt. Er soll dabei auf den Hals des Mannes gezielt haben. Als er von Polizisten festgenommen wurde, habe er immer wieder „Allahu Akbar“ gerufen.

Im Verhör gab er demnach an, er sei frustriert gewesen. Er habe „den Märtyrertod sterben“ und das „Paradies Allahs erreichen“ wollen. Der Staatsanwaltschaft zufolge sagte er später: „Ich bin kein Terrorist, ich bin aus dem Jemen geflohen, weil dort Krieg herrschte.“ (ls)

Polizei in Mailand (Archivbild) Foto: picture alliance/ZUMA Press

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