Karl Öllinger
Karl Öllinger: Seine Partei, die Grünen, flog aus dem Nationalrat Foto: picture alliance

Finanzierung beendet
 

Linkes Rechercheportal nach Grünen-Niederlage offline

WIEN. Nach dem Ausscheiden von Österreichs Grünen aus dem Nationalrat hat die linke Plattform „stopptdierechten.at“ einen wichtigen finanziellen Partner verloren. Seit dem 1. November ist die Seite deshalb offline. „Das Ergebnis der Nationalratswahl 2017 hat unmittelbare Auswirkungen auf Stopptdierechten. Aufgrund des gescheiterten Wiedereinzugs der Grünen in den Nationalrat, gibt es keine Finanzierung mehr“, heißt es in einer Stellungnahme.

Seit 2010 veröffentlichte die vom scheidenden Grünen-Abgeordneten Karl Öllinger betriebene Seite nach eigenen Angaben fast 5.000 Artikel über „Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus“. Die Plattform verwies mehrfach auf die linksextreme Webseite „Recherche-Wien“, auf der in denunziatorischer Manier angeblich rechtsextreme Personen an den Pranger gestellt werden. In einem „Antifa-Adventskalender“ wurden zum Teil auch Wohnadressen von Betroffenen öffentlich gemacht.

Die Grünen hatten bei der Nationalratswahl im September mit 3,8 Prozent der Stimmen den Wiedereinzug ins Parlament verpaßt. Nun bittet der Betreiber um Vorschläge und Anregungen. „Noch ist es zu früh für einen Nachruf, aber wenn Stopptdierechten weiterleben soll, braucht es viel Unterstützung. Lösungen für einen Neustart oder auch nur einen Archivbetrieb brauchen Zeit. Die nächsten Tage und Wochen bringen entweder ein neues Konzept und neue Mittel für Stopptdierechten oder das endgültige Aus.“ (ls)

Karl Öllinger: Seine Partei, die Grünen, flog aus dem Nationalrat Foto: picture alliance
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