Frankreichs Präsident François Hollande Foto: picture alliance/dpa
Terrormiliz

IS bekennt sich zu Anschlägen in Paris

PARIS. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu den Anschlägen in Paris bekannt. „Acht Brüder mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren“ hätten den „gesegneten Anschlag“ in der französischen Hauptstadt verübt, hieß es in einer vom IS veröffentlichten Botschaft.

Die Attacken hätten sich gegen das „Kreuzzug-Frankreich“ gerichtet. Die Ziele seien „bewußt im Herzen von Paris“ gewählt worden. „Eine treue Gruppe der Armee des Kalifats“ habe die „Hauptstadt der Unzucht und Laster“ angegriffen. Begründet wurde der Anschlag indirekt mit dem Kampf Frankreichs gegen den IS in Syrien.

Ein Attentäter stammte aus Syrien

Solange die Franzosen den Propheten beleidigten und Moslems im Land des Kalifats angriffen, werde der Geruch des Todes ihre Nasen nicht mehr verlassen. Damit könnte der IS auch auf die Mohammed-Karikaturen der Zeitschrift Charlie Hebedo anspielen. Das Magazin in Paris war Anfang des Jahres Ziel einer Terrorattacke, bei der zwölf Menschen ermordet wurden.

Bei den Anschlägen am Freitag abend sind nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 128 Personen getötet worden. Etwa 250 wurden verletzt, viele davon schwer. Die Attentäter schossen an mehreren Orten in Paris mit automatischen Waffen, warfen Handgranaten und sprengten sich in die Luft. Staatpräsident Francois Hollande hat den Ausnahmezustand über Frankreich verhängt.

Bislang sollen zwei Attentäter identifiziert worden sein. Bei einem handelt es sich um einen französischen Staatsbürger, beim anderen um einen Mann aus Syrien. Auch eine Frau soll zu den Attentätern gehört haben, berichtet der Radio-Sender „Europe 1“. (krk)

> Kommentar: Die Mörder sind unter uns

Frankreichs Präsident François Hollande Foto: picture alliance/dpa

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