Joachim Kuhs

Syrienkrieg
 

Rätselraten um Chemiewaffenangriff

DAMASKUS. Über die Urheber eines möglichen Chemiewaffenangriffs in Syrien herrscht nach wie vor Unklarheit. Während die syrische Regierung die Rebellen für den Raketenangriff in der Nähe der Stadt Aleppo verantwortlich macht, weisen diese jede Schuld von sich. Bei dem Angriff starben rund zwei Dutzend Menschen, davon mindestens sechzehn Soldaten der Regierung.

Der syrische Informationsminister Omran al-Soabi gab bekannt, die Rebellen hätten vom Bezirk Nairab in Aleppo aus eine mit chemischen Kampfstoffen bestückte Rakete abgefeuert. Russische Beobachter bestätigten diese Version. „Die Rebellen stecken nicht hinter dem Angriff“, versicherte dagegen ein hochrangiger Aufständischer gegenüber der Welt. Die Rebellen werfen ihrerseits der Regierung vor, für den Angriff verantwortlich gewesen zu sein.

„Wir sahen Menschen, die tot umfielen“

Augenzeugen berichten von einem rosafarbenen Rauch, Chlorgeruch und Atembeschwerden. „Meine Brust war wie zugeschnürt, ich konnte nicht sprechen, ich konnte nicht atmen“, wird ein Mädchen zitiert. „Wir sahen Menschen, die tot umfielen.“ Frankreich und Großbritannien hatten erst vor wenigen Tagen angekündet, das Waffenembargo gegen Syrien auflösen und die syrischen Rebellen mit Lieferungen unterstützen zu wollen. (FA)

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