Deutsche Firmen sollen Apartheidsopfer entschädigen

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Apartheidsschild in Südafrika (1989): Firmen sollen zahlen Foto: Wikipedia/Guinnog mit CC-Lizenz https://goo.gl/CqXGm

KAPSTADT. Während der Apartheid in Südafrika tätige Firmen sollen Entschädigungszahlungen leisten, darunter die beiden deutschen Konzerne Daimler und Rheinmetall. „Bisher weisen die Firmen jede Form der Anerkennung des von ihnen begangenen Unrechts gegenüber den Menschen in Südafrika zurück“, empörte sich Marjorie Jobson, Leiterin der südafrikanischen Menschenrechtsorganisation Khulumani.

Eine 2002 eingereichte Klage gegen den amerikanischen Konzern General Motors endete nun mit einem Vergleich. General Motors bietet zur Wiedergutmachung Unternehmensanteile von anderthalb Millionen Dollar an. Neben individuellen Zahlungen soll ein Fond für Apartheidopfer gebildet werden. Die Lobbyorganisation sieht nun auch die deutschen Firmen unter Zugzwang:

Angemessene Entschädigung verlangt

„Wir fordern daher die Verantwortlichen bei Daimler und Rheinmetall auf, sich endlich der juristischen Aufarbeitung der Apartheid-Verbrechen zu stellen und die Opfer angemessen zu entschädigen“, sagte Jobson. In der Sammelklage wird mehreren internationalen Konzernen vorgeworfen, durch Geschäfte zur Zeit der Apartheid, Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen geleistet zu haben.

In Amerika sind außergerichtliche Vergleiche üblich, bei denen Firmen unabhängig von der Schuldfrage Kompensationszahlungen anbieten, um juristische Folgekosten zu vermeiden. (FA)

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