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Gewalt gegen Christen
 

Anschlag auf Gottesdienst in Nigeria

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Christen werden in Nigeria immer häufiger Opfer von Anschlägen Foto: pixelio.de/Joerg Trampert

KADUNA. Bei einem Selbstmordanschlag während einer Messe im nordnigerianischen Kaduna sind nach Angaben der BBC mindestens sieben Gottesdienstbesucher getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug war am Sonntag während des Gottesdiensts in die Kirche gerast.

Staatspräsident Goodluck Jonathan, selbst Christ, zeigte sich nach dem Anschlag tief betroffen und sprach von einem „unglücklichen und inakzeptablem Trend, der den Frieden und die Stabilität unserer Nation bedroht“. Erst im Juni waren in Kaduna mehrere Bombenanschläge auf Kirchen verübt worden.

Täter möglicherweise in radikalislamischer Sekte

Damals bekannte sich die radikalislamische Sekte Boko Haram („Westliche Erziehung ist Sünde“) zu der Tat. Die Gruppe wird für die Mehrzahl von Angriffen auf Christen in dem afrikanischen Land verantwortlich gemacht.

Der Bundesstaat Kaduna mit seiner gleichnamigen Hauptstadt ist die Schnittstelle zwischen dem muslimisch geprägten Norden und dem von Christen dominierten Süden Nigerias. In den vergangenen Monaten hatte sich der Staat zu einem Sammelbecken für Christen aus anderen Teilen Nordnigerias entwickelt, die dort von muslimischer Gewalt bedroht waren. (tb)

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