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FPÖ-Politiker Kurzmann verteidigt Waffen-SS

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Gerhard Kurzmann (FPÖ): Der Nationalratsabgeordnete lehnt eine Kollektivschuld ab Foto: www.gerhardkurzmann.at

GRAZ. Der steirische FPÖ-Obmann und Spitzenkandidat für Landtagswahl, Gerhard Kurzmann, hat seine Mitgliedschaft in einer Veteranenorganisation der Waffen-SS verteidigt. „Ich bin Mitglied des Kameradschaftsbundes und der Kameradschaft IV, weil ich nicht will, daß die Kriegsgeneration meines Vaters pauschal kriminalisiert wird“, sagte Kurzmann in einem Interview mit dem Wiener Stadtmagazin Falter.

Es gebe für ihn nur eine Individualschuld, aber keine Kollektivschuld, so Kurzmann. Die Soldaten hätten damals in einer schwierigen Zeit ihre Pflicht erfüllt und er sehe nicht ein, warum „wir uns jetzt posthum zu etwas bekennen sollen, was die nicht begangen haben“, erläuterte der FPÖ-Politiker.

Auf den Einwand, daß die schweren Verbrechen der Waffen-SS und der Wehrmacht erwiesen seien, erwiderte Kurzmann: „Alle Truppen haben Verbrechen begangen, auch die Rote Armee.“ Außerdem habe die Militärgerichtsbarkeit Verbrechen wie etwa Vergewaltigungen geahndet.

„Waffen-SS war in ihrer Gesamtheit keine verbrecherische Organisation“

Die meisten Angehörigen der Wehrmacht und der Waffen-SS seien Soldaten gewesen wie andere auch. Die Waffen-SS sei zudem – anders als von den Alliierten im Nürnberger Prozeß 1946 festgestellt – in ihrer Gesamtheit auch keine verbrecherische Organisation gewesen, betonte der FPÖ-Nationalratsabgeordnete.

Er teile in dieser Frage den Standpunkt des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik, Konrad Adenauer (CDU), wonach die Soldaten der Waffen-SS „ganz normale Soldaten waren wie andere auch“. (krk)

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