„Gipfel der Naivität und Unwahrhaftigkeit!“ / Professor Klaus Berger, Deutschlands führender Neutestamentler, im JF-Interview zum Streit über den Sühnetod Jesu

„Ohne das Sühneopfer Jesu könnten wir uns nur noch möglichst rasch mit Juden und Moslems zu einer allgemeinen abrahamitischen Religion vereinigen. Manche auf Dialog fixierten Christen empfinden das Kreuz zunehmend als Störfaktor, weil der Islam Kreuz und Auferstehung ablehnt“, erklärt Deutschlands führender Neutestamentler Professor Klaus Berger in einem Interview in der am Donnerstag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT (JF).

Auf das Argument der Sühnetod-Kritiker, Gott sei die Liebe, erwidert der profilierte Theologe: „Wenn Gott nur noch reine Liebe ist, dann kann man die Welt nicht mehr in Zusammenhang mit ihm bringen und das eigene menschliche Wesen schon gar nicht. Ihn auf eine pauschale Formel zu reduzieren führt zu der Vorstellung, daß Sühne nicht mehr nötig ist: Man kann machen, was man will, Gottes Liebe ist so groß, daß er sowieso alles vergibt. Gebote, Reue, Verantwortung braucht man dann nicht mehr. Das enthemmte Individuum hat freie Bahn. Gott ist dann wie eine Summe von Sofakissen.“

Zum Streit um das Kreuz in öffentlichen Räumen erklärt der christliche Bestsellerautor: „Das Kreuz stellt dar, was wir Menschen so alles anrichten. Das wollen viele heute nicht mehr wahrhaben. In der Vorstellung der Gutmenschen ist das etwas, das historisch zu überwinden ist. Man will die Gewalt bannen, in dem man sie leugnet. Folglich wird der, der an die Gewalt als eine Größe mit der man rechnen muß, erinnert, zum Provokateur. Diese Harmoniesucht ist es, die etwa die Hamburger Bischöfin Jepsen dazu bringt, in Schulen keine Kreuze mehr zeigen zu wollen, sondern stattdessen spielende Kinder. Das ist dann der Gipfel der Naivität und auch der Unwahrhaftigkeit.“

Das ganze Interview lesen Sie heute auf www.jungefreiheit.de

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