Joachim Kuhs

 

„Leipzig zensiert“ / Buchmesse lehnt JUNGE FREIHEIT als Aussteller ab

Als einen „Affront erster Güte“ und „dreisten Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit“ hat der Chefredakteur der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT (JF), Dieter Stein, heute die Weigerung der Leiziger Buchmesse bezeichnet, dem JF-Verlag eine Standbeteiligung auf der Messe zu genehmigen. Wie Stein mitteilte, wollte der JF-Verlag sich anläßlich seines 20jährigen Bestehens mit einer Standbeteiligung und einer Jubiläumsveranstaltung auf der Leipziger Buchmesse Mitte März präsentieren. Eine entsprechende Anmeldung wurde von der Messe jedoch abschlägig beschieden. 

Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, erklärte schriftlich, eine Beteiligung der JF gefährde den „ordnungsgemäßen Ablauf“ der Buchmesse. Mit einer gleichlautenden Auskunft wies Zille auch eine Beschwerde der JUNGEN FREIHEIT zurück. „Deswegen bleibt es bei unserer Entscheidung, Ihnen für die kommende Buchmesse keine Zulassung zu erteilen“, heißt es in einem Schreiben Zilles vom 30. Januar an JF-Chefredakteur Stein.

Die JUNGE FREIHEIT appelliert an die Verantwortlichen der Leipziger Buchmesse, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken, ihrer demokratischen Verantwortung gerecht zu werden und sich auf die Seite der Meinungs- und Pressefreiheit zu stellen. „Wenn die Messeverantwortlichen beginnen, politische Zensur bei der Auswahl ihrer Aussteller auszuüben, ist das ein em-pörender Skandal“, erklärte Dieter Stein.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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