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Selbsternannte Sieger

Das offizielle Deutschland wird wahrscheinlich niemals lernen, nationale Würde nur in stiller Andacht und ohne schulmeisterliche Phrasen auszudrücken. Der Symboltag 8. Mai wäre ein Anlaß für solches Verhalten in Deutschland. An diesem Tag 1945 ging mit der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa offiziell zu Ende. Wohlgemerkt: in Europa. In Asien, wo er nicht weniger heftig und verlustreich ausgetragen worden war, wurde er erst im September beendet. Frieden, das heißt ein Zustand des auf Recht und Freiheit beruhenden geordneten Zusammenlebens der Menschen und Völker, war damit nicht geschaffen. Die Geschichte stand nicht still, wie sie niemals stillsteht. Im Gegenteil: Dem soeben beendeten heißen folgte der Kalte Krieg. Er dauerte noch 50 Jahre, und seine Ausläufer und Nachwirkungen sind bis heute nicht zur Ruhe gekommen. Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte mit seiner Gedenkrede am 8. Mai 1985 zum ersten Mal den Terminus „Tag der Befreiung“ auch in der alten Bundesrepublik ausgesprochen. Das bezog sich darauf, daß auch wir zwar militärisch besiegten Deutschen damit zugleich jedoch vom Terrorsystem des Nationalsozialismus befreit worden seien. So hatte es die Okkupationsmacht des östlichen Teils Deutschlands, die Sowjetunion mit ihren kommunistischen Vasallen, schon immer deklariert. Nun hat dieser Begriff die deutsche Nation erneut gespalten. Und nicht nur sie, denn der Riß geht durch das neue größere Europa. Jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs sind nur die Minderheiten der ehemaligen kommunistischen Herrscher und ihres Anhangs gewillt, den 8. Mai noch immer als „Tag der Befreiung“ anzusehen. Für die Mehrheit der Menschen dort bedeutete er hingegen den Beginn eines neuen Terrorsystems. Nun stand der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder in Moskau mit auf dem Ehrenpodest unter den Siegern. Und die Daheimgebliebenen seiner Partei und Koalition – herausgehoben und in froher Befreiungsstimmung der Regierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) – stellten sich an die Spitze der verspäteten Sieger und feierten „Befreiung“. Das allein genügt den spät Befreiten aber nicht. Es wären nicht der Zeit angepaßte Deutsche, wenn sie nicht sogleich auch den moralischen Knüppel schwingen würden. Und der heißt wie bei den Kommunisten „Antifaschismus“. Da kommen ihnen ein paar Dutzend kahlgeschorene Stiefelträger immer wieder wie gerufen, zum „Kampf gegen Rechts“ anzutreten und den braunem Mann an die Wand zu malen. Und nur wer sich daran beteiligt, ist auch ein „Anständiger“. Wehe dem, der seinen eigenen Kopf behält. Wer sich nicht wieder in eine Massenhysterie gegen hochgeputschte Feindbilder einbinden läßt, dem wird von einer sehr strengen Political Correctness sofort „die Kante“ gezeigt. Wenn der 8. Mai eine Lehre vermitteln könnte und sollte, dann hauptsächlich die, daß die Katastrophe des Nationalsozialismus (darin unterschieden sie sich nicht von den Kommunisten) vor allem mit der Pauschalierung von Menschen, Menschengruppen, Gesellschafts-, Religions-, Interessen- und Wirtschaftsgemeinschaften begonnen hatte und damit, dem gesamten Volk die gleichen Vokabeln des Abscheus und des Kampfes gegen sie aufzuzwingen.

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