Der ehemalige SPD-Fraktionschef in NRW, Friedhelm Farthmann, fordert Konsequenzen in der Visa-Affäre: “Das Maß für einen Rücktritt Fischers ist übervoll“

In der Debatte um Außenminister Joschka Fischer wird nun auch aus den Reihen der Sozialdemokraten der Ruf nach Konsequenzen laut: “In Kiew wurde das bestehende Gesetz auf kaltem Wege durch bürokratische Methoden ausgehebelt, um die grünen Multi-Kulti-Träume durchzusetzen … Nach meiner Einschätzung ist das Maß für einen Rücktritt (Fischers) übervoll", so der SPD-Politiker Friedhelm Farthmann in einem Interview mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Farthmann, zuletzt Minister und SPD-Fraktionschef in Düsseldorf, warnt: “Fischer wird versuchen, die Affäre nach der Methode Kohl zu lösen: Einfach aussitzen." Er sieht Konsequenzen für die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl am 22. Mai: “Ich befürchte, daß die Wähler der SPD in NRW wesentlich allergischer auf die Visa-Affäre reagieren werden, als die Wähler der Grünen." Andererseits gibt der Landespolitiker zu bedenken: “Eine Entlassung von Fischer wäre das Ende der Koalition mit verheerenden Folgen … für die anstehenden Wahlen."

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Friedhelm Farthmann war von 1985 bis 1995 Fraktionsvorsitzender der SPD in NRW und von 1975 bis 1985 Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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