Speichel von der Spree

Während Angela Merkel in Washington um die amerikanische Hand anhält, haben auch 13 CDU-Politiker des Berliner Abgeordnetenhauses und 16 des Brandenburger Landtages ihre „Resolution“ an George W. Bush verfaßt. Darin bedanken sich die CDU-Getreuen artig für „die großen Verdienste Ihres Landes beim Sieg über den Nationalsozialismus und über die kommunistischen Diktatoren“ und bedauern, daß die deutsche Außenpolitik nicht mehr „von Bescheidenheit und Integrationswillen“ bestimmt ist. Heute setze die SPD „die Freundschaft mit Ihrem Land aufs Spiel“ und „lebt ihre antiamerikanische Grundeinstellung aus“. So bleibt den Unterzeichnern nur ein „Gott schütze Sie“ zu wünschen, bis „unser Land wieder ein verläßlicher Partner für unsere Verbündeten wird.“ Derlei außenpolitischen Kotau von der Spree war man bis 1989 eher in östliche Richtung gewohnt, und vielen der damaligen Verfasser sind jene Verbeugungen zumindest heute peinlich.

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