Schily für Deutschland

In der Debatte um eine künftige Verfassung der Europäischen Union wurde bislang um die Aufnahme eines Gottesbezuges in die Präambel gestritten. Nachdem sich einige EU-Parlamentarier aus den katholisch geprägten Nationen Irland, Spanien, Italien und Österreich für einen jüdisch-christlichen Wertebezug stark gemacht haben, steuerte nun auch ein deutscher Politiker seine Auffassung über die zukünftige Gestaltung der Verfassung bei. Innenminister Otto Schily (SPD, früher Grüne), der bei seiner Vereidigung 1998 noch auf einen Gottesbezug verzichtete, hat auf einer EU-Konferenz am vergangenen Donnerstag in Rom einen religiösen Verfassungsbezug angeregt. So soll der Einfluß islamischer Traditionen auf die europäische Zivilisation herausgestellt werden. Ob er mit diesem zu erwähnenden Einfluß die Araber in Granada und die Türken auf dem Balkan oder den immer stärkeren islamistischen Einfluß in den europäischen Städten meinte, ließ Schily allerdings offen.

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