Wolfgang Böhmer, CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, kritisiert im JF-Interview die konservative Wählerklientel der Union: “Markig und grobschlächtig“

Verachtende Worte findet der CDU-Spitzenkandidat Wolfgang Böhmer für die konservative Wählerschaft in Sachsen-Anhalt. In einem Interview mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT antwortete Böhmer auf die Frage, ob sich der bisherige Erfolg der Schill-Partei nicht aus einer Vernachlässigung der “konservativen und rechten Wähler“ durch die Union erklären lasse: “Es wird immer Menschen geben, die markige Sprüche lieben und es lieber grobschlächtig formuliert haben wollen.“ Sich selbst bezeichnete Böhmer allerdings als “wertkonservativ“.

Böhmer erklärte aber seine Bereitschaft, mit der Schill-Partei zu koalieren, wenn es der CDU dazu verhelfe, an die Macht zu kommen: “Wir geben zu, daß wir wohl einen Koalitionspartner brauchen werden … wir werden auch über eine solche Konstellation nachdenken.“ Eine Gefahr sieht der CDU-Spitzenkandidat in einer möglichen rot-roten Koalition: “Was wir verhindern wollen, ist, das sich am 21. April, dem Jahrestag der Vereinigung von SPD und KPD in Jahre 1946, in Sachsen-Anhalt Geschichte wiederholt“, so Böhmer.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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