Vertriebene ausgestochen

Auf der Reserveliste der CDU für die Landtagswahl am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen befindet sich kein konservativer CDU-Politiker auf einem aussichtsreichen Listenplatz. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV), Rüdiger Goldmann, der als Nachrücker dem Düsseldorfer Landtag angehört, wurde bei der Landesvertreterversammlung in Rheda-Wiedenbrück am Wochenende auf den aussichtslosen Platz 138 der Landesliste verbannt. Kein anderer amtierender CDU-Landtagsabgeordneter mußte sich auch nur annähernd mit einem so schlechten Listenplatz begnügen. Noch vor zwei Jahren hatte der CDU-Landesvorstand bei einem Gespräch mit dem BdV begrüßt, daß die Vertriebenenverbände mit Goldmann nunmehr in der CDU-Landtagsfraktion einen Fürsprecher hätten. Der BdV-Landesverband reagierte empört über die Zusammenstellung der Landesliste. BdV-Vorsitzender Hans-Günther Parplies erklärte: „So verliert Rüttgers die Wahl.“ Es sei in der Geschichte Deutschlands noch nicht vorgekommen, daß auf der Liste einer großen Volkspartei in einem Flächenland kein einziger Vertreter der Vertriebenen auftauchte. Während Konservative verschwunden sind, erhielten Vorstandsmitglieder des „Deutsch-Türkischen Forums“ in der CDU sichere Listenplätze, so Willi Zylajew (Platz 19), Thomas Kufen (39) und Christian Weisbrich (49).

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