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Eklat
 

Filmfestleitung von Cannes schließt Lars von Trier aus

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Lars von Trier: Der Filmregisseur ist von den Filmfestspielen in Cannes ausgeschlossen worden Foto: Wikimedia/Rita Molnár mit CC-Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

CANNES. Der Filmregisseur Lars von Trier ist nach seinen Äußerungen zum Nationalsozialismus von den Filmfestspielen in Cannes ausgeschlossen worden. Ein Sprecher der Festspiele sagte, die Äußerungen Triers seien „nicht akzeptabel und untolerierbar“.

Von Trier habe damit die Grenzen der Meinungs- und Kunstfreiheit überschritten und gelte ab sofort als „unerwünschte Person“, teilte die Filmfestleitung nach einem Bericht von Spiegel Online mit. Der Filmemacher hatte zuvor auf einer Pressekonferenz gestanden, er sei ein „Nazi“ und verstehe die Persönlichkeit Hitlers, in die er sich problemlos einfühlen könne.

Angesprochen auf die Verfolgung der Juden sagte der 55jährige: „Ich bin sogar sehr für die Juden. Oder nein, so doll nun auch wieder nicht. Schließlich geht einem Israel wirklich auf die Nerven.“

„Ich bin weder ein Antisemit noch ein Rassist noch ein Nazi.“

Trier war daraufhin von einer amerikanischen Organisation von Holocaust-Überlebenden vorgeworfen worden „abstoßende Äußerungen“ getätigt zu haben. Der Vorsitzende des „Film Critics Cicle“ in London, Jason Solomons, appellierte an die Festspielleitung, dem Regisseur könne aus „politischen Gründen“ keine „Goldene Palme„ mehr verliehen werden.

Der Filmemacher hatte sich im Nachhinein bei allen Personen, die sich von seinen Worten verletzt fühlten, entschuldigt: „Ich bin weder ein Antisemit noch ein Rassist noch ein Nazi.“ (ho)

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