Getarnte Väter

Geht es nach angesagten Designern wie Christopher Bailey, sind die Zeichen klar. Dann setzen „Jungs“ im Winter 2009/10 auf den „klassischen Look à la Cary Grant“. „Selten waren die Kollektionen so konservativ“, schreibt Max Ernst Walbersdorf im gq-magazin. Klassisch? Konservativ? Schaut man sich den Mann von heute an, dann ist noch viel zu tun. Der Trend zur Tarnung beherrscht die Szenerie. Eingehüllt in „U. S. Army“-Feldjacken“ im „M-65 Style“ pirscht er durch die Gassen – wahlweise in Olivgrün oder Flecktarn. Die Zeiten sind hart und die Kerle ebenso. Fehlte also nur noch eins: die passende Wickeltasche. Für die ist nun gesorgt. Stolz erklärt das Hamburger Team „Camouflage Deluxe“ (www.camouflage-deluxe.de) sein bahnbrechendes Produkt: „Endlich eine Wickeltasche, mit der der trendbewußte, engagierte Papa sich gerne sehen läßt.“ Da lag also der Hase im Pfeffer! Frustriert stolperten viele Papis durch die Straßen, die pinke „Schmusewichtel Baby-Wickeltasche“ unterm Arm und still das Papa-Schicksal beklagend. Schluß damit. „Ich bin gerne Papa“, heißt nun die Devise. Inklusive einer waschbaren Wickelunterlage, eines Flaschenhalters und einer speziellen iPhone-Vorrichtung hat die gefleckte Tarntasche (Preis ca. 400 Euro) alles zu bieten, was ein moderner Papa braucht. Alles?

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