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Es war das erste Finale um die Deutsche Fußball-Meisterschaft, als der DFC Prag 1903 dem VfB Leipzig mit 2:7 unterlag. Prag gehörte damals zwar zu Österreich, durfte aber trotzdem an der Spielrunde des DFB teilnehmen. Eine ähnliche Konstellation besteht seit einigen Jahren im Handball. Dort messen sich im württembergischen Bezirk Bodensee-Donau acht Vereine aus Vorarlberg sowie der LC Brühl aus der Schweiz mit bundesdeutschen Teams. In Oberbayern gehen die Damen des SVO Handball Innsbruck — immerhin 19fache Tiroler Landesmeister — nach zweimaligem Aufstieg in der Bezirksoberliga an den Start. „Österreich ist im Handball ein Entwicklungsland. In Tirol gibt es nur fünf Vereine. Wenn man unseren Sport leistungsmäßig betreiben will, muß man regelmäßig spielen“, nennt Abteilungsleiter Andreas Seeböck pragmatische Gründe für die Meldung in Bayern. Der Deutsche Handballbund überläßt es den jeweiligen Landesverbänden, „über die erreichbare Spielklassenzugehörigkeit der ausländischen Mannschaften“ zu entscheiden. Das wird denn auch unterschiedlich gehandhabt. Während die Württemberger uneingeschränktes Aufstiegsrecht zubilligen, ist in Bayern in der Bezirksoberliga Endstation.

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