Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Mehr wovon?

Um fünf Prozent ist die Zahl der FDP-Mitglieder seit der letzten Bundestagswahl gestiegen. Um diesen für Liberaldemokraten nicht gerade alltäglichen Trend zu verstärken, startet die Partei jetzt eine massive Mitgliederkampagne. Zu diesem Zweck soll in diesen Tagen der FDP-Chef plakatiert werden. Mit folgendem Slogan: „Für alle, die mehr wollen.“ Das klingt immens interpretationsträchtig. Natürlich wollen in der Regel alle mehr. „Mehr Elend durch die Globalisierung und den Abbau von Arbeitnehmerrechten“, werden die Linken und die NPD kritisieren. „Mehr Atomkraft“, ätzt es schon von Seiten der Grünen. „Noch mehr Bewegungsfreiheit für islamistische Fundamentalisten mit Al-Qaida-Kontakten“, ängstigen sich Christdemokraten, die es mit den Bürgerrechten so genau nicht nehmen. Da stellt sich mal wieder die Frage nach dem Nettogehalt (für Angela Merkel und Rudolf Scharping: Bruttogehalt) politischer Botschaften. Im Bundestagswahlkampf hatte die Partei bereits Sprüche wie „Mehr FDP, mehr Bildung“ plakatiert. Vielleicht wäre „Mehr Westerwelle, weniger politische Phrasen“ die optimale liberale Kampagne.

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