Wüstenfüchse

Kennt der eine oder andere Leser noch den Science-Fiction-Klassiker „Starfight“ der frühen achtziger Jahre? Spielautomaten wurden von Außerirdischen auf der Erde aufgestellt – zur Rettung der Galaxis. Auf der Suche nach neuen Trainingsmethoden und potentiellen Rekruten setzen nun auch die irdischen Militärs zunehmend auf das Genre Computerspiel. Was hierzulande Anfang der Neunziger noch mit eher harmlosen Rettungshelikopter-Simulationen politisch korrekt begann, bietet in anderen Ländern schon einen bedeutend stärkeren Kick. So offerieren die US-Streitkräfte bereits seit einigen Jahren Spiele wie „Soldiers“, hier geht es um Verhandlungsstärke und Organisationsgeschick, und „Operations“, einen Ego-Shooter nach dem Vorbild von „Unreal Tournament“. Unter GoArmy.com kann man sich zudem die neueste Action-Schöpfung „America’s Army“ (730 Megabyte!) sowie Bildschirmschoner und Informationsprogramme herunterladen. Dagegen gibt sich Bundeswehr.de mit Handylogos, Morsetrainer, Deutschlandpuzzle, Hörproben eines Leopard-Panzers und Stundenplänen für Schüler eher bieder. Doch auch die australischen Militärs verschließen sich den Errungenschaften nicht und haben jüngst das Panzerspiel „Combat Mission 3: Afrika Korps“ in einer an ihre Truppen angepaßten Version erworben. Ob die Anpassungen dabei einen Modus beinhalten, um den Bildschirm über Kopf stehend anzeigen zu lassen, war bis Redaktionsschluß leider nicht in Erfahrung zu bringen. Sollten jedoch Känguruhs als lebende Notebooktaschen mißbraucht werden, werde ich unverzüglich alarm(t)rom-meln, ver(t)eidigt Euer EROL STERN

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