Cyborgs

Wer sich im Science-Fiction-Genre ein wenig auskennt, der wird mit dem Begriff Cyborg sofort etwas anfangen können. Prominentester Vertreter dieser mit Maschinen-Menschen ist wohl Darth Vader in „Star Wars“. Was sich nach Zukunftsmusik und Laserschwertromantik anhört, ist längst nicht mehr allzuweit entfernt. Künstliche Herzklappen oder Hüftgelenke, Herzschrittmacher und Hörgeräte sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken und ermöglichen ihren Trägern ein besseres Leben. Berichte über Urlauber, die sich in südländischen Diskotheken (freiwillig) Funkchips zur Abrechnung ihrer Zeche injizieren lassen, nehmen dagegen schon bedenklichere Formen an. Die Handelskette Metro jedenfalls kassierte für die (ebenfalls freiwillige) Erprobung mit neuen Funkchip-Kundenkarten reichlich Schelte, und auch Pläne, diese Technik zur Fälschungssicherheit von Pässen und Ausweisen zu nutzen, lassen Datenschützer protestieren. Zudem sind es längst die Sinnesorgane des Menschen selbst, die die Schwachstelle in der Kommunikation mit den Maschinen bilden. Ein jüngst von Microsoft patentiertes Verfahren, Strom und Daten für digitale Geräte durch den Körper zu übertragen, setzt ein weiteres klares Signal, welches wir in der Zukunftsliteratur zur Genüge beschrieben und in sogenannten „Wearables“ (Elektronik in der Kleidung) allmählich in Marktreife finden. Selbst Formel-1-Piloten wurden aufgrund übertriebener Fremdbestimmung via Telemetrie per FIA-Reglementierung dazu verdonnert, ihre Fahrzeuge wieder weitestgehend selbst zu steuern, (cyb)ermahnt Euer EROL STERN

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