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Plump

In der SPD Hamburg wird darüber gestritten, wer die Partei in die nächste Bürgerschaftswahl führen soll. Offenbar machen sich die Genossen nur zwei Jahre nach ihrer blamablen Abwahl schon wieder große Hoffnung, an die Futtertröge des staatlichen Versorgungssystems zurückzukehren. Die Partei-Bosse haben sich früh auf den ehemaligen Wirtschaftssenator Thomas Mirow geeinigt. Und wenn sich die Funktionärskaste erst einmal festgelegt hat, dann wird an diesem Ergebnis selten gerüttelt – egal, was der Wähler denkt. Doch dann betrat Mathias Petersen, ein Vertrauter Hennig Voscheraus, die Bühne. Der Abgeordnete bewirbt sich gegen den erklärten Willen der Funktionärskaste ebenfalls um die Kandidatur. So normal dieser Vorgang in der Demokratie ist, so sehr widersetzt sich die Parteiführung dem Außenseiter. Nach einer Fernsehdiskussion zwischen Petersen und Mirow sprachen sich jedoch 95 Prozent der Anrufer für Petersen aus. Doch die Parteiführung mauert weiter. Die Wähler werden erst bei der Wahl gefragt und haben nichts mit der Nominierung zu tun, heißt es bei den Genossen. Darüber macht sich nun Die Welt auf wirklich plumpe Art und Weise lustig. "Bei der SPD kann nicht sein, was nicht sein darf", titelte das Blatt. Die Welt tut so, als wäre dies ein einmaliger Vorgang für das deutsche Parteiensystem. In Wahrheit läuft das doch auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung so, daß die Parteiführungen die Wähler entmündigen. Oder ist Ronald B. Schill freiwillig von seinem Amt zurückgetreten, nachdem er ein Mandat der Wähler erhalten hatte?

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